Dieselmotor bei Kurzstrecken noch immer ein großes Problem??

  • Hallo,
    ich hätte in meinem Beitrag noch folgendes ergänzen sollen:


    Oder Deine bisherigen EU-Norm 5 konformen Diesel haben nicht über die Kraftstoff-Nacheinspritzung (wie beim ASX), sondern mit Zusatz-Einspritzung von AdBlue regeneriert.


    Klick


    Gruss
    Desaster

  • Das AdBlue hat mit der Regeneration des DPF nichts zu tun, da es sich hierbei um eine reine chemische Nachbehandlung des Abgas handelt. Einige Hersteller nutzen das Additiv Eolys zur DPF-Regeneration. Bei diesen Herstellern eingesetzte Motoren handelt es sich meistens um (modifizierte) PSA-Motoren. Ansonsten wird einfach deutlich mehr Treibstoff eingespritzt, um die Abgastemeratur auf 600 bis 650 Grad zu erhoehen, um die im DPF gespeicherten Russpartikel zu Asche zu verbrennen. Die Asche wird im Filter gespeichert. Ist der Filter mit Asche gefuellt, muss dieser ausgetauscht werden.


    Gruss
    Sascha

    Einmal editiert, zuletzt von Sascha_Rhbg ()

  • Stimmt, so ist es eher richtig:


    - Deine bisherigen EU-Norm 5 konformen Diesel haben mit Zusatz-Einspritzung von AdBlue diese Norm erreicht.
    - Mit AdBlue kann die Rußpartikel-Emmission um bis zu 40 % gesenkt werden, dadurch verlängerte Intervalle bei der DPF-Regeneration.
    - Die Regeneration findet ggfs. in passiver Weise statt, also nur durch hohe Temperaturen im DPF/Abgasstrang (z.B. Autobahnfahrt) ohne Nacheinspritzung.


    Gruss
    Desaster


    .

  • Der Grossteil der Euro5 Motoren erreichen die Euro5 Norm ohne den SCR-Kat. Dies wird erreicht durch die Abgasrueckfuehrung zur nochmaligen Verbrennung und der daraus resultierenden Reduktion des Sauerstoffanteils im Gemisch. Durch dieses Verfahren wurde der NOx-Anteil bereits deutlich reduziert. Das sogenannte AGR oeffnet im Teillastbetrieb des Motors in der Regel zwischen 1800rpm und 2500rpm.


    Die Euro6 Motoren haben in der Regel kein AGR-Ventil mehr an Bord. Die NOx Reduktion erfolgt jetzt durch die Harnstoffeinspritzung und der daraus resultierenden chemischen Reaktion im Abgasstrahl. Der Vorteil gegenueber den Euro5 Motoren liegt auch darin, das kein AGR mehr verkoken kann, was in vielen Fällen zu Motorruckeln und Leistungsverlust fuehrt.


    Die Information das der Harnstoff auch den Anteil der Russpartikel reduziert ist mir neu.


    Gruss
    Sascha

  • Hallo,


    mit Adblue ist eine Reduzierung der Rußpartikel möglich


    Klick



    Mit EOLYS wird eine Absenkung der Verbrennungstemperatur der Rußpartikel erreicht.


    Zitat Anfang
    Ein Kraftstoffadditiv sorgt dafür, dass die Partikel bereits bei ihrer Entstehung so konditioniert werden, dass sie schon bei 450°C statt bei ihrer natürlichen Entzündungstemperatur von 600°C verbrennen. Die Regeneration erfolgt, ohne dass dies vom Fahrer bemerkt wird. Auch während dieses Prozesses erfolgt keinerlei Rauchentwicklung am Auspuff.
    Zitat Ende


    Quelle: Klick


    Gruss
    Desaster

  • Ok, wieder einen wichtigen Punkt dazu gelernt :thumbsup: Danke dafuer.


    Auf jeden Fall bringt die Euro6 Technik in meinen Augen mehr Vorteile als Nachteile.


    Gruss
    Sascha

  • Hallo,
    sind ja auch alles nur Beispiele dafür, dass es durchaus verschiedene Möglichkeiten der DPF-Regeneration gibt.
    Und eben dafür, dass mancher Hersteller eben solche Verfahren einsetzt, bei denen der Fahrer i.d.R. nichts davon mitbekommt, wenn eine DPF-Regeneration stattfindet.
    Manche Hersteller kombinieren auch die diversen Verfahren.
    Bei der von Mitsubishi derzeit verwendeten aktiven DPF-Regeneration ist es eher wahrscheinlich, dass der Fahrer diese auch bemerkt.
    Mancher hat aber auch bei seinem ASX noch nie eine DPF-Regeneration bemerkt.


    Gruss
    Desaster

  • Mancher hat aber auch bei seinem ASX noch nie eine DPF-Regeneration bemerkt.

    vor meiner letzten Inspektion und dem letzten Update waren meine Regenerationen ständig so etwa alle 450 km durchgeführt worden, der Verbrauch ging während dieser Regenerationen auch so um die 2 ltr nach oben und insgesamt bemerkte man die Regenerationen schon , wenn man genau aufpasste und nicht abgelenkt wurde durch laute Musik usw. Aber da ich ja die Kontroll Leuchte verbaut habe, wurde ich auch optisch drauf hingewiesen und verpasste nie eine Regeneration.


    Nach dem letzten Update dann, fanden zu Beginn die Regenerationen etwa alle 200 km statt, wobei sich der Intervall dann immer weiter verschob, zu Beginn 200 km dann 210 km , dann 225 km usw. Zur Zeit regeneriert der Wagen bei 310 km, sodaß ich davon ausgehe die nächste Regeneration bei etwa 330 bis 340 km zu bemerken.


    Normalerweise wollte ich erst reklamieren, aber dann bemerkte ich, daß bei der Regeneration der Verbrauch kaum sichtbar anstieg, insgesamt alles smoother ablief, und nach der Regeneration dann der Durchschnittsverbrauch nur um 0,2 ltr angestiegen war. Meist war der Zyklus auch abgeschlossen , bevor die 480 Sekunden vorbei waren. Und..... wenn ich meine Kontroll Leuchte nicht hätte, hätte ich garantiert einige Regenerationen gar nicht mehr bemerkt.


    Wenn man also Regenerationen am ASX gar nicht mehr bemerkt, kann das durchaus sein.


    Ende März steht meine nächste Inspektion an und bis dahin werde ich weiter beobachten, wobei mich die Regenerationen ja absolut nicht stören, und mein Verbrauch sich, auch bei den vermehrten Intervallen, dennoch eher vermindert hat.


    Euch allen eine schöne Karnevalszeit
    hier im Kölner Raum brummt der Bär ( da kann man die Regenerationen gar nicht mehr hören)
    und wie man so sagt
    Kölle ALAAF
    ASX13

  • Mal die Eingangsfrage wieder aufgreifen.


    Zitat

    Dieselmotor bei Kurzstrecken noch immer ein großes Problem??


    Für den TE hat sich die Frage wohl erledigt ...

    Entscheidung steht: Wir kaufen den Diesel mit 150 PS


    ... obwohl - seitdem nix mehr von ihm gehört?!


    Wie hier im Thema "Ölverdünnung, was ist das?" geschrieben, macht unser 2013er ASX bisher überhaupt keine Probleme.


    Nun hat sich aber, bedingt durch einen Arbeitsplatzwechsel, seit drei Monaten die regelmäßige Fahrstrecke erheblich verkürzt - auf runde 6 km hin und wieder zurück.


    In Kenntnis der Themen Regeneration und Ölverdünnung warte ich nun seitdem auf die ersten Probleme. Bisher vergeblich - zum Glück.


    Keine Ölverdünnung, keine abgebrochene Regeneration, zumindest habe ich bisher keine bemerkt?!
    Das mag vielleicht wohl auch daran liegen, das wir mit ihm fast regelmäßig einmal die Woche runde 100 km (Hin/Rück) auf die Bahn gehen - Gassi führen sozusagen :D
    Und alle paar Wochen/Monate runde 500 km in die Heimat zum Familienbesuch, plus einige Kurz- und Urlaubstouren bei denen von 100 bis 3000 km alles drin ist.


    Was meint ihr, kommt da noch was? Wie lange muss man ihn auf Kurzstrecke quälen bis sich das Öl merklich verdünnt?



    Gruß Kra(s)xler

  • Hallo,
    nein, da kommt wohl nichts negatives.


    Da der Wagen ja einmal die Woche auf einer Langstrecke bewegt wird, sollten keine Probleme wegen der Kurzstrecke in der Woche auftreten.


    Zudem tritt Ölvermehrung bei den neuen Modellen sowieso kaum noch auf, trotz Kurzstrecken.
    Offenbar hat Mitsubishi, durch Anpassungen am Motor und/oder an der Motorsteuerung, die Sache nun voll im Griff.


    Da brauchst Du Dir wohl keine Gedanken zu machen.
    Wobei, den Ölstand sollte man immer im Auge behalten.


    Gruss
    Desaster

  • Problematisch wird es wahrscheinlich erst dann, wenn es nur bei den 6km pro Fahrt bleiben sollte. Solange es bei dem beschrieben Fahrprofil bleibt sollte es auch keine Herausforderungen geben.


    Leider gibt es auch Leute, die Diesel im reinen Kindergarten-Modus bewegen. Die duerfen dann nach Aufforderung zur Regeneration-Fahrt antreten.


    Gruss
    Sascha